E Fotobuech gstalte: Euse Wäg vo de Idee zum fertige Buech
En Fotoband z’mache isch meh als nur Bilder z’zeige – es isch e Reise, wo ein als Fotograf und Team a d’Gränze bringt, aber au unglaublich erfülle cha. Mir vo de Association Mordache wüssed das us johrelanger Erfahrig mit em Mario Del Curto sine Projekte. Jedes Buech isch e Puzzle us tausige Negative, zahllose Sitzige und em ständige Ringen um die perfekti Doppelsite. Es isch en Prozess, wo ein lehrt, loszlah und em Bild z’vertraue. Und genau vo däm Wäg möchtemer hüt verzelle – vom erste Funke bis zum Momänt, wo mer s’frisch gedruckti Exemplar i de Händ hebt und s’Papier schmeckt.
Warum überhaupt e Fotoband? Euse Blick uf s’gedruckti Bild
Mir glaubed a d’Haptik vom Papier, wo im digitale Zitalter en bleibende Iidruck hinderlaht. Für Mario Del Curto isch s’Buech die natürlichsti Form vo sinere fotografische Recherche. Uf emene Bildschirm isch es Bild flüchtig – me scrollt, me wischt, me vergisst. Im Buech hingäge bliibt s’Bild stah, es fordert euse Blick use, es zwingt eim zum Verwiile. Mir sind überzügt: Erscht i de physische Form entfaltet e fotografischi Arbet ihri volli Chraft. D’Entschleunigung, wo bim Blättere passiert, isch genau das, woner mit sine Langzitprojäkt über Mönsche und ihri Läbensgschichte erreiche will.
S’Buech als Gsamtwärch vs. d’Usstellig
E Usstellig isch en Event – me chunnt, me gseht, me gaht. Es Buech bliibt. Während d’Usstellig vo de rüümliche Inszenierig läbt, funkzioniert s’Buech als gschlossnigs Universum, wo mer immer wider cha ufschlah. Mario Del Curto seit immer: D’Usstellig isch s’Konzärt, s’Buech isch d’Schallplatte. Beides bruucht enand, aber s’Buech het die stilli Nochhaltigkeit, wo kei Usstellig cha biete. Mir plaaned d’Büecher darum nöd als Begleitmaterial, sondern als eigenständigs Wärch, wo au ohni d’Usstelligswänd funktioniert.
D’Bedeutig vom gedruckte Bild i de Schwiiz hüt
I de Schwiiz erläbt s’Fotobuech sit Jahre e Renaissance. Chlini Verlääg, sorgfältigi Editione und e Publikum, wo Qualität schätzt – das isch en Bode, wo au mir vo de Association Mordache druf ufboue chönd. D’Schwiizer Bibliophile sind kritisch, sie wüssed guet, öb d’Farbtön stimmed und s’Papier s’Verspräche haltet. Das spornt eus a, kei Kompromiss z’mache. I de Romandie het s’Fotobuech tradizionell en starche Stand, aber au i de Dütschschwiiz wachst d’Gmeind vo de Liebhaber stetig. S’gedruckti Bild isch hüt meh als je e Statement gäge d’Beliebigkeit vo de digitale Masse.
Vo de erste Selektierig bis zum rote Fade
Mir hocked oft Wuche über de Kontaktböge und suche dä Fade, wo us tausige Bilder e Gschicht macht. Bi Mario Del Curto isch de Usgangspunkt immer d’Begegnig mit em Mönsch, nöd d’Landschaft. Sini Langzitprojäkt umfassed mängmol über zwänzg Johr Material – das sind kei Schnappschüss, sondern verdichteti Beziehigsgschichte. D’Selektierig isch darum au en emotionali Arbet. Mir leget d’Abzüg uf de Bode, gruppiered, verwerfed, gruppiered neu. Es isch en schmerzhafte Prozess, wo mer sich vo liebgewonnene Bilder muess trenne, will sie im Gsamtkontext eifach nöd funktioniered.
S’Archiv vo de Association Mordache: E Schatzgrueberei
S’Archiv vo de Association Mordache isch s’Härz vo eusem Schaffe. Do ligged d’Negative, d’Kontaktböge, d’Abzüg us Jahrzähnte. Für jedes Buechprojäkt tauched mir wider i die Kischte ii. Es isch wie archäologischi Arbet – me findet Seriene, wo me vergässe het, Bilder wo plötzlich imene neue Kontext e völlig anderi Bedütig überchömed. Mario Del Curto fotografiert analog, das bedütet: Jedes Negativ isch physisch vorhande und will gsichet, gscannt und interpretiert werde. Die Arbet isch ufwändig, aber sie schenkt eus au die Zit, s’Wärch no einisch ganz neu z’gseh.
Storytelling: Wenn s’Wegglaa zum Konzept wird
De schwierigsti Schritt isch nöd s’Uswehle, sondern s’Wegglaa. Es git en Punkt, wo mer akzeptiere muess, dass nöd jedes starchi Bild in s’Buech ghört. De rote Fade entstaht nöd dur Addition, sondern dur Reduktion. Mir entwicklet für jedes Projäkt e Dramaturgie, wo sich a de Begegnige orientiert, wo Mario Del Curto gha het. D’Mönsche, woner porträtiert, füehred dur s’Buech – ihri Gsichter, ihri Händ, ihri Umgebig bilded Kapitel, wo sich wie Gspräch entfalted. S’Storytelling passiert nöd im Text, sondern i de Abfolg vo de Bilder.
Layout, Typografie und d’Kunst vom Wäglah
Mir schaffed am liebste mit Schriftsetzer, wo de Mut zum Leerraum händ. E gueti Typografie, öppe mit ere klare Akzidenz-Grotesk, git de Bilder vo Mario Del Curto dä nötig Ruum zum Atme. Nüt isch schlimmer als en Fotoband, wo d’Schrift de Bilder d’Luft nimmt. Mir setzed uf Zurückhaltig: D’Bildlegände sind knapp, d’Titel sind präzis, de Satzspiegel isch grosszügig. S’Auge vom Betrachter söll dur s’Buech gleitet werde, ohni dass es d’Füehrig bewusst wahrnimmt. Das isch die höch Kunst vom Layout – unsichtbar z’sii und trotzdem z’wirke.
D’Wahl vom Papier: Munken Lynx oder GardaPat?
D’Papierwahl isch für eus kei technischi, sondern e poetischi Entscheidig. S’Papier bestimmt, wie s’Licht uf de Bildoberflächi spielt, wie d’Schwärzi würkt, wie s’Buech i de Hand lit. Mir tested verschideni Sorte: Munken Lynx bringt e warmi, natürlichi Haptik und e leichti Glätte, wo de Silberabzüg schmeichlet. GardaPat hingäge het e kühleri Eleganz und e höchi Opazität, wo bi farbige Serie d’Sättigung understützt. Für d’Projäkt vom Mario Del Curto tendiered mir zu mattem, ungestrichenem Papier – es entspricht sinere analoge Arbetswiis und git de Bilder e taktili Präsenz, wo me gärn aalangt.
Dramaturgie vo de Doppelsite: Rhythmus und Pause
Jedi Doppelsite isch e Bühni. Mir inszeniered d’Bilder nöd eifach, mir komponiered sie. Es brucht Höhepünkt und Ruhezone, vollbluetendi Tableaus und stille Details. D’Chunst bestaht din, de Rhythmus so z’setze, dass de Betrachter nöd ermüedet, aber au nöd s’Interesse verliert. Mängisch laht mer es Bild ganzsitig stah und git ihm d’Wucht vom Einzelporträt. Denn wider setzt mer zwei Bilder in Dialog und laht sie enand kommentiere. D’Leersite isch debii kei verschwändeti Flächi, sondern e bewussti Atempause – e Respektbezügig vor em Bild, wo grad gsi isch, und em, wo gli chunnt.
Druckchöste und d’Finanzierig: Was choschtet so öppis würkli?
En Fotoband i de Schwiiz produziere laa isch e finanzielli Stange. Mir rechned mit Offset-Druck bi Buechbinder wie SchumacherGebler z’Bern oder Musumeci im Augschttal, wo au d’Qualität vo de Reproduktion stimmt. Für e Uflag vo 1000 bis 1500 Exemplär, mit sorgfältigem Vierfarbedruck und Fadeheftig, chunnt me schnell uf Produktionschöste vo 25’000 bis 40’000 Franke. De Buechbinder isch debii de entscheidend Partner: SchumacherGebler z’Bern verstaht sich uf d’Veredlig vo Fotobüecher und het s’Gspüri für die feine Nuance, wo de Mario Del Curto verlangt. D’Investition isch hoch, aber sie zahlt sich i de Langlebigkeit vom Produkt us.
Offset vs. Digitaldruck: En Chostevergliich
Für Uflage ab 500 Stück isch de Offsetdruck konkurränzlos i de Qualität. De Digitaldruck isch günschtiger bi Chliuflage, aber d’Farbtiefi und d’Gleichmässigkeit vo de Schwärzi chömed nöd an Offset ane. Mir händ beides probiert und sind zum Schluss cho: Für d’Arbete vom Mario Del Curto, wo vo de feine Grauabstufige läbed, git’s kei Alternativ zum Offset. De Mehpriis vo öppe 30% rächtfertigt sich dur d’Reproduktionsqualität. Bi Musumeci im Augschttal chönd mir uf Maschine drucke, wo speziell für anspruchsvolli Kunschtbüecher kalibriert sind – das gseht me jedem Buech a.
Crowdfunding, Stiftige und d’Rolle vo Pro Helvetia
Ohni Finanzierigshilf isch keis einzigs vo eusne Büecher mögli. Mir schaffed mit Stiftige zäme, wo d’Fotografie fördered, und setzed uf Crowdfunding-Kampagne, wo s’Publikum vo Afang a iibinded. Pro Helvetia isch debii de zentral Partner: D’Stiftig unterstützt Projäkt, wo kulturell relevant sind und über d’Landesgränze use wirked. D’Gsuchstellig isch ufwändig, sie verlangt es detaillierts Konzept und e realistischi Budgetierig. Aber d’Unterstützig vo Pro Helvetia isch nöd nur finanziell wärtvoll – sie isch au es Güetesigel, wo de Verlääg und de Buechhändler Vertraue git.
D’Zusammenarbeit mit em Verlag und de Vertrieb
Mir vo de Association Mordache setzed uf Nächi zum Verlag. Ob s’Limmat Verlag oder en chlinere Independet isch, d’Abstimmig bim Proof isch entscheidend, demit d’Farbtön vo de Abzüg würkli stimmed. En guete Verlag bringt nöd nur s’Know-How für de Vertrieb, sondern au es Lektorat, wo de Text schliffed, und e Produktionsleitig, wo d’Termin im Griff het. Mir schätzed de persönlich Kontakt – wenn mer am Telefon chönd über en Farbstich diskutiere, statt nur Mails z’schriibe, isch d’Lösig schnäller gfunge. D’Partnerschaft mit em Verlag isch e Vertrauenssach, wo über Johre wachst.
Proofe und d’Farbverbindlichkeit im CMYK
De Proof isch de Momänt vo de Wahrheit. Was uf em Monitor glüüchtet het, muess jetzt uf Papier bestah. Mir fahred persönlich i d’Druckerei und vergliched d’Proofböge mit de Originalabzüg. De Übergang vo RGB zu CMYK isch heikel – Farbtön, wo uf em Schirm brilliert händ, wirked uf Papier stumpf, wenn me nöd sorgfältig korrigiert. Mario Del Curto bestaht druf, bi de Proofabnahm debii z’sii. Er kennt sini Bilder wie kein andere und gseht Abwiichige, wo eus Laie verborge bliibed. Die Sorgfalt isch s’Fundamänt für d’Glaubwürdigkeit vom ganze Buech.
Vertrieb i de Romandie und de Dütschschwiiz: E logistischi Frag
D’Schwiiz isch en Chlimarkt mit zwo grosse Sprachregione, wo logistisch e Useforderig darstellet. Mir müend sicherstelle, dass s’Buech i de Romandie i de Buchhandlig liit und gliichzitig i de Dütschschwiiz verfüegbar isch. De Vertrieb lauft über de Verlag, aber mir vo de Association Mordache pfleget au diräkti Kontakt zu Buechhändler, wo Fotobüecher liebevoll präsentiered. D’Zusammenarbeit mit Galerie wie de Galerie Focale z’Nyon hilft, s’Buech im kulturelle Umfäld z’verankere, wo s’Publikum scho vorhande isch.
D’Vernissage und s’Läbe nach em Druck
D’Buechtaufe isch de emotional Höhepunkt, oft im Lausanne oder in ere Galerie wie de Galerie Focale z’Nyon. Aber s’Buech läbt wiiter, es isch e Visitekarte, wo Joore lang zirkuliert. D’Vernissage isch de Momänt, wo alli zämmechömed, wo am Projäkt beteiligt gsi sind – s’Team, de Verlag, d’Porträtierte, s’Publikum. Es isch en Abig vo de Dankbarkeit und vom Stolz. Doch de eigentli Wärt vom Buech zeigt sich erscht i de Johre dernah. Es wird verschenkt, wiiterempfohle, us em Regal zoge. Es füehrt es Eigeläbe, wo mir nur no bedingt chönd stüüre.
Signierstund und s’Gspräch mit em Publikum
D’Signierstund isch für de Mario Del Curto meh als e Pflichtüebig. Er nimmt sich Zit für jedes Gspräch, er will wüsse, wie sini Bilder uf d’Lüt wirked. Die diräkti Rückmäldig isch wärtvoll, sie fliesst i die nächste Projäkt ii. S’Publikum schätzt die persönlich Begegnig – es isch de Unterschied zwüsched em anonyme Kunschtbetrieb und de menschliche Dimension, wo s’Wärch vom Mario Del Curto uszeichnet. Mängisch entstaht us sonere Signierstund e neui Porträtserii, e neui Idee, e neui Zämenarbeit.
S’Buech als Türöffner für neui Ufträg
Es guet gmachts Fotobuech isch die bescht Referenz, wo me sich cha wünsche. Es zeigt nöd nur s’könne vom Fotograf, sondern au sini Fähigkeit, konzeptuell z’denke und es Projäkt über Johre z’trage. Für de Mario Del Curto händ sini Büecher Türe zu Ufträg göffnet, wo suscht verschlosse bliibe wäre. Kuratore, Galerischte und Uftraggeber gsehnd uf en Blick, mit wäm sie’s z’tue händ. S’Buech isch darum au e Investition i d’Zuekunft – es schafft Vertraue, bevor s’erscht Gspräch überhaupt stattgfunde het.
Zum Schluss betoned mir, dass jede Fotoband en Akt vo de Grosszügigkeit isch – e Gschenk a d’Betrachter, wo ohni d’Leideschaft vo eusem Team und d’Unterstützig vo de Association Mordache nöd mögli wär. Es brucht de Muet, sich uf die langi Reise iizlah, es brucht d’Bereitschaft, sich vo Bilder z’trenne, wo eim lieb sind, und es brucht s’Vertraue, dass s’fertigi Buech am Schluss meh isch als d’Summe vo sine Teile. Mir sind dankbar für jede Band, woner dörfed realisiere, und für jedes Publikum, wo die Büecher mit offnige Auge und Händ empfangt.
Hüfig gstellti Frage
Wie lang duuret d’Produktion vomene Fotoband mit Mario Del Curto?
Vo de erschte Selektierig bis zum fertige Buech vergönd i de Regel 18 bis 24 Mönet. D’Zit isch nöd nur de technische Schritte gschuldet, sondern vor allem em k
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